Checkliste Mobilität für Betriebe
1. Gütertransporte
- Vorrang für Bahn und Schiff im überregionalen Güterverkehr bei Bestellungen (z.B. Kriterium in Ausschreibungen) (10)
- Vorrang für Bahn und Schiff im überregionalen Güterverkehr bei eigenen Lieferungen (20)
- Transportwege verkürzen (lokale und regionale Vertriebs- und Betriebsstrukturen) (10)
- Standortwahl mit Bahn- und/oder Donauhafenanschluss (10)
2. Berufsfahrten
Benutzung von öffentlichen Verkehrsmittel:
- Bahn verpflichtend zumindest im überregionalen Schienennetz (5)
- Vorteils-Card für alle Mitarbeiter bei beruflichen Fahrleistungen über
3.000 km Bahnkilometer (5) - Öffentliche Verkehrsmittel verpflichtend in Ballungszentren (5)
Benutzung von Rädern im Berufsverkehr:
- Bereitstellung von Diensträdern sowie Nutzungsanreize (5)
- Nutzung von Fahrradbotendiensten (5)
Fahrleistungen reduzieren:
- Möglichkeit von Telearbeit für Mitarbeiter (5)
- Fahrten so organisieren, dass Bündelungen möglich werden (5)
3. Fuhrpark
Beschaffung
- Berücksichtigung des Treibstoffverbrauchs/ der CO2-Werte als wesentliches Kriterium beim Kauf von Fahrzeugen (seit dem Jahr 2002 für PKW gesetzliche Pflicht, diese Werte bei Neufahrzeugen anzugeben) (10)
- Alternative Treibstoffe (Biodiesel, Pflanzenöl, Erdgas) bzw. Fahrzeuge (z.B. Hybridfahrzeuge, Brennstoffzelle) (10)
Betrieb
- Regelmäßiges Aufzeichnen und zentrale Kontrolle der Treibstoffverbräuche (5)
- Maßnahmen zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs am Fahrzeug (Luftdruckkontrolle der Reifen alle drei Wochen, kein unnötiges Gewicht reduzieren, regelmäßige Wartung) (5)
- Fahrverhalten: Fahrerschulungen in Hinblick auf einen niedrigen Treibstoffverbrauch (5)
4. Fahrten zum Arbeitsplatz
Unterstützung öffentlicher Verkehr:
- Bereitstellung Jobticket (10)
- Finanzielle Unterstützung für Jobtickets (5)
- Bereitstellung von Firmenfahrzeugen für Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel, falls ausnahmsweise keine Verbindung mehr besteht (z.B. bei Überstunden) (5)
- Entgegenkommen der Firma bei den Dienstzeiten für Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel (nur relevant, wenn es keine Gleitzeitregelung gibt) (5)
Unterstützung Radverkehr:
- Bereitstellung von Fahrrädern zum Berufspendeln (10)
- Finanzielle Unterstützung für den Kauf von Fahrrädern (5)
- wettergeschützte Fahrrad-Abstellplätze (5)
- Dusch- und Umkleidemöglichkeiten (5)
- Bemühungen um optimale Radwege in Zusammenarbeit mit den Kommunen (5)
Unterstützung Fahrtengemeinschaften
- Vermittlungsdienste für Fahrgemeinschaften (5)
- Unterstützungen (z.B. Übernahme Kosten von Insassenversicherungen, Vorteile bei Parkplätzen, etc.) (5
Eigene Firmenpendlerbusse (20)
Umweltfreundliches Parkplatzmanagement
- Keine gratis Parkplätze für Bedienstete mit geringen Entfernungen bzw. bei Möglichkeiten, mit öffentlichem Verkehr oder Rad anzureisen (10)
- Kostenpflicht bei Parkplätzen mit begründeten Ausnahmen (z.B. Fahrtengemeinschaften) (10)
- Begünstigungen für Mitarbeiter beim Verzicht auf Parkplätze (10)
Öffentlichkeitsarbeit
- Regelmäßige Berichte und Hinweise über ökologische Mobilität bzw. Anreize (5)
- Vorbildliches ökologisches Mobilitätsverhalten der Betriebsleiter beim Berufspendeln bzw. beim Berufsverkehr (z.B. Chef fährt Rad) (5)
- Öffentlichkeitsarbeit gekoppelt mit Preisen für ökologische Fahrweisen (z.B. Verkehrs-Lotto, bei dem per Zufall eine Person gezogen wird, die nur dann einen Preis gewinnt, wenn die Fahrt ökologisch erfolgte) (5)
In Summe sind theoretisch 250 Punkte möglich. Es müssen 125 Punkte erreicht werden. Treffen einzelne Bereiche der Checkliste nicht zu, müssen alternativ 50% der möglichen Punkte erreicht werden.
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