Projekttypen und -kriterien im Sonderförderungsprogramm


Im Rahmen des Sonderförderungsprogramms "Klimaschutzpartnerschaft" können Gemeinden bis zu 10.000 Euro innerhalb eines Zeitraumes von 5 Jahren ab Beitritt zur Klimaschutzpartnerschaft ausschöpfen, wobei die Förderhöhe auf maximal 50% der nachgewiesenen Kosten beschränkt ist. Diese Unterstützung betrifft nicht durch andere Programme des Landes Oö. geförderte Vorhaben bzw. nur die darüber hinausgehende Mehrkosten für besonders vorbildliche Pilotprojekte. Allfällige Förderungen von anderen Stellen (z.B. Bund, EU) sind von den Gesamtkosten abzuziehen. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass im Jahr der Antragstellung die Klimarettungspartnerschaft besteht.
 
Generell werden Dienstleistungen (z.B. Arbeitskreismoderation, Erstellung von Studien) als auch Investitionen gefördert. Gemeindeeigene Leistungen, Förderprogramme der Gemeinden (z.B. für erneuerbare Energieträger, Unterstützungen für die Klimabündnis-Partnerregion) sowie Kosten für den laufenden Betrieb (z.B. Mehrkosten für erneuerbare Energieträger, Stadtbusse) werden nicht berücksichtigt, d.h. es müssen Rechnungen von externen Stellen für abgeschlossene Leistungen vorgelegt werden.
Das Förderansuchen mit den Rechnungen externer Stellen und den Auszahlungsbelegen ist gemeinsam mit der ausgefüllten Förderungserklärung (unter Download >Förderungserklärung.pdf) an Herrn DI Andreas Drack beim Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Umweltschutz, Kärntnerstraße 10-12, 4021 Linz zu übermitteln. Bitte beachten Sie, dass die Rechnungen auf den Förderwerber (Gemeinde) ausgestellt sein müssen.

Folgende Schwerpunkte umfasst das Förderprogramm:

 

1. Planungs- und Grundlagenarbeit

  • Klimaschutz-Konzepterstellung
  • CO2-Bilanzierungen
 

2. Maßnahmen Öffentlichkeitsarbeit:

  • Ausstellung "Klima verbündet": Übernahme von 50% des Gemeindeanteils
    (Transport, Miete; keine Kosten für Eintritte!)
  • Folder, Plakate, udgl.
  • Veranstaltungen, Events, Vortragsreihen, Ausstellungen udgl.

Dabei ist zu beachten, dass das Programm Klimaschutzpartnerschaft ausreichend (mit)beworben wird.
 

3. Maßnahmen Energie

  • Expertisen, Studien u. dgl. für den Einsatz erneuerbarer Energieträger und Energiesparen im Gemeindegebiet sowie bei öffentlichen Gebäuden (z.B. Contracting, raumordnerische Expertisen für die optimale Nutzung von Solaranlagen, Holzbörse, etc.), die nicht von anderen Landestellen gefördert werden.
  • Aktivitäten mit BürgerInnen (z.B. Energieberatungstage, Energieverbrauchserhebungen, Aktionen mit Stromverbrauchsmessgeräten, etc.)
  • Windmessprogramme, soweit sie als Leistungen der Gemeinde für potenzielle Betreiber vorgesehen sind.
  • Ankauf von Software (z.B. Energiebuchhaltung)
  • Mehrkosten bei besonders vorbildlichen Klimaschutz-Pilotprojekten in öffentlichen Gebäuden
    (Standardlösungen werden im Allgemeinen durch BZ-Mittel vom Land Oö. gefördert. Im Sonderprogramm werden darüber hinausgehende Mehrkosten berücksichtigt (z.B. höhere Dämmstoffdicken, neue Technologien, Begleitforschung). Für derartige Projekte muss bereits im Vorfeld die Zustimmung von der Förderstelle eingeholt werden!)
 

4. Maßnahmen Verkehr

  • Voraussetzung: kostenloser Mobilitäts-Check, Zielvereinbarung im Programm klima:aktiv
    Kontakt und Informationen: KOMOBILE Gmunden, Kirchengasse 3, A-4810 Gmunden,
    Tel: 07612/70911, Fax: 07612/70911-4, E-Mail: mobilitaetsmanagement@komobile.at
  • Expertisen, Studien u. dgl. als Grundlage für die Umsetzung von klimaschutzrelevanten Maßnahmen in diesem Bereich, die nicht von anderen Landesstellen gefördert werden.
  • Aktivitäten mit BürgerInnen (z.B. Mobilitätsberatung, Vermittlung von Fahrtengemeinschaften, etc.)
  • Expertisen, Studien für eine höhere Nutzung des Umweltverbunds (Rad, Fußwege, öffentlicher Verkehr)
  • Mehrkosten bei besonders vorbildlichen Klimaschutz-Pilotprojekten im Verkehrsbereich
    Verkehrsmaßnahmen werden teilweise vom Land Oö. gefördert. Im Rahmen des Sonderprogramms werden darüber hinausgehende Kosten für besonders vorbildliche Projekte berücksichtigt (z.B. neue Technologien, Begleitforschung). Für derartige Projekte muss bereits im Vorfeld die Zustimmung von der Förderstelle eingeholt werden!
 

5. Maßnahmen in den sonstigen Bereichen (z.B. Beschaffungswesen, Landwirtschaft, Sonstiges)

  • Expertisen, Studien u. dgl. als Grundlage für die Umsetzung von klimaschutzrelevanten Maßnahmen in diesem Bereich
  • Aktivitäten mit BürgerInnen (z.B. bessere Vermarktung biologisch produzierter Lebensmittel und Fair-Trade Produkten, Verzicht auf klimaschädigende Stoffe, etc.)
  • Mehrkosten für besonders vorbildliche Klimaschutz-Pilotprojekte in den Bereichen Beschaffungswesen und Landwirtschaft.
Da in diesen Bereichen oftmals Aktivitäten erfolgen, die nur einen geringen Bezug zum Thema Klimaschutz haben, muss im Vorfeld die Zustimmung der Förderstelle eingeholt werden.

Kontakt: Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Umweltschutz, DI Andreas Drack, Kärntnerstraße 10–12, 4021 Linz;
Tel. 0732/7720-14411; ::: E-Mail: office@klimarettung.at